Ratgeber

Waschmaschine reinigen: So bleibt sie sauber, hygienisch und geruchsfrei

Muffiger Geruch, Ablagerungen und schlechtere Waschergebnisse lassen sich leicht vermeiden. So reinigen und pflegen Sie Ihre Waschmaschine Schritt für Schritt.

Von Anton · · 4 Min. Lesezeit

Eine Waschmaschine läuft oft jahrelang zuverlässig, bekommt aber selten selbst eine gründliche Reinigung. Dabei sammeln sich mit der Zeit Waschmittelreste, Kalk, Flusen und Feuchtigkeit im Gerät – und genau das führt zu muffigem Geruch, grauen Rändern an der Türdichtung und mit der Zeit auch zu schlechteren Waschergebnissen. Die gute Nachricht: Mit ein paar einfachen Handgriffen bleibt die Maschine sauber, hygienisch und langlebig. Dieser Ratgeber zeigt Schritt für Schritt, worauf es ankommt.

Warum die Waschmaschine überhaupt Pflege braucht

In einer Waschmaschine herrscht ein feuchtwarmes Klima – ideale Bedingungen für Ablagerungen und Belag. Wer häufig bei niedrigen Temperaturen und mit Flüssigwaschmittel wäscht, kennt das Problem besonders: Bei 30 oder 40 Grad werden Rückstände nicht vollständig ausgespült, und in Ritzen und Schläuchen bildet sich mit der Zeit ein schmieriger Film. Dazu kommt Kalk aus dem Leitungswasser, der sich am Heizstab und in der Trommel absetzt.

Die Folgen sind bekannt: Die frisch gewaschene Wäsche riecht nicht wirklich frisch, an der Gummidichtung zeigen sich dunkle Flecken, und das Waschmittelfach verklebt. Regelmäßige Pflege beugt all dem vor und sorgt nebenbei dafür, dass das Gerät effizient arbeitet.

Trommel, Dichtung und Waschmittelfach reinigen

Die wichtigste Routine ist eine gelegentliche Leerwäsche bei hoher Temperatur. Lassen Sie die Maschine dazu etwa alle vier bis sechs Wochen ohne Wäsche bei 60 bis 90 Grad laufen. Die Hitze löst Fett- und Waschmittelreste, die sich bei kalten Programmen festsetzen. Ein handelsübliches Maschinenpflegemittel oder etwas Reinigungsmittel unterstützt den Effekt – dosieren Sie sparsam und nach Packungsangabe.

Die Gummidichtung an der Tür ist der größte Schmutzfänger. Klappen Sie die Falten vorsichtig um und wischen Sie mit einem feuchten Tuch Flusen, Haare und Belag heraus. Bei hartnäckigen Rändern hilft ein mildes Reinigungsmittel und etwas Geduld. Anschließend trockenwischen.

Das Waschmittelfach lässt sich bei den meisten Geräten komplett herausziehen – oft muss man dazu eine kleine Lasche drücken. Weichen Sie das Fach in warmem Wasser ein und entfernen Sie Reste mit einer alten Zahnbürste. Vergessen Sie den Schacht nicht, in dem das Fach sitzt: Auch dort setzt sich gerne Belag ab.

Flusensieb und Ablauf nicht vergessen

Das Flusensieb – meist hinter einer kleinen Klappe unten an der Gerätefront – fängt Münzen, Knöpfe und Fusseln ab. Es wird häufig übersehen, sollte aber ein paarmal im Jahr kontrolliert werden. Stellen Sie zuerst eine flache Schale und ein Tuch bereit, denn beim Öffnen läuft Restwasser aus. Drehen Sie den Deckel langsam auf, entfernen Sie den Schmutz, spülen Sie das Sieb unter fließendem Wasser ab und setzen Sie es wieder fest ein.

Ein verstopftes Sieb kann dazu führen, dass die Maschine nicht mehr richtig abpumpt. Wer es regelmäßig prüft, vermeidet Wasser auf dem Boden und teure Störungen. Ein Blick in die Bedienungsanleitung zeigt, wo genau sich das Sieb bei Ihrem Modell befindet.

Gerüche vermeiden und vorbeugen

Der häufigste Grund für schlechten Geruch ist eingeschlossene Feuchtigkeit. Lassen Sie deshalb nach jedem Waschgang die Tür und das Waschmittelfach einen Spalt offen, damit das Innere trocknen kann. Nehmen Sie feuchte Wäsche zügig heraus, statt sie stundenlang in der Trommel liegen zu lassen.

Wischen Sie die Dichtung nach dem Waschen gelegentlich trocken, und dosieren Sie Waschmittel nicht zu großzügig – Überdosierung hinterlässt mehr Rückstände, als sie Sauberkeit bringt. Wer überwiegend kalt wäscht, sollte die erwähnte heiße Leerwäsche als feste Routine einplanen. Das ist der wirksamste Hebel gegen muffige Gerüche.

Entkalken – wann und wie

In Regionen mit hartem Wasser lohnt sich gelegentliches Entkalken. Häufig genügt es allerdings, wenn Sie ein Waschmittel mit integriertem Wasserenthärter verwenden oder von Zeit zu Zeit einen speziellen Maschinenentkalker einsetzen. Halten Sie sich dabei an die Dosierangaben des Herstellers und mischen Sie Reinigungsmittel nicht wild durcheinander. Wie hart Ihr Leitungswasser ist, verrät oft der örtliche Wasserversorger.

Regelmäßiges Entkalken schont den Heizstab und hilft, den Energieverbrauch niedrig zu halten, weil sich weniger isolierender Belag bildet. Übertreiben müssen Sie es aber nicht – ein paarmal im Jahr reicht in den meisten Haushalten aus.

Fazit

Eine saubere Waschmaschine ist keine Frage aufwendiger Spezialbehandlungen, sondern kleiner, regelmäßiger Handgriffe: heiße Leerwäsche gegen Rückstände, Dichtung und Waschmittelfach sauber halten, Flusensieb prüfen und nach jedem Waschgang für Belüftung sorgen. Wer diese Routine beibehält, spart sich unangenehme Gerüche, bekommt zuverlässig frische Wäsche und verlängert ganz nebenbei die Lebensdauer des Geräts.

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