Ratgeber

Auto-Innenraum reinigen: So wird der Innenraum wieder sauber und frisch

Krümel im Fußraum, Staub auf dem Armaturenbrett, muffiger Geruch: Mit der richtigen Reihenfolge und ein paar Hausmitteln bekommen Sie den Innenraum Ihres Autos in unter einer Stunde gründlich sauber.

Von Anton · · 4 Min. Lesezeit

Der Innenraum eines Autos sammelt im Alltag erstaunlich viel Schmutz: Sand von den Schuhen, Krümel zwischen den Sitzen, Staub auf jeder Oberfläche und mit der Zeit auch der eine oder andere unangenehme Geruch. Eine gründliche Innenreinigung ist keine Sache für die Profiwerkstatt – mit etwas System und ein paar Hausmitteln erledigen Sie das an einem freien Vormittag selbst. Am besten arbeiten Sie sich von oben nach unten und von hinten nach vorne vor, damit heruntergefallener Schmutz nicht auf bereits gereinigten Flächen landet.

Vorbereitung: Ausräumen und grob entrümpeln

Bevor Sie zu Tuch und Sauger greifen, sollten Sie das Auto komplett leerräumen. Nehmen Sie Fußmatten heraus, entfernen Sie lose Gegenstände aus den Ablagen, dem Kofferraum und den Türfächern und werfen Sie offensichtlichen Müll gleich weg. Kleinteile wie Parkscheiben, Ladekabel oder Sonnenbrillen sammeln Sie am besten in einer Kiste, damit später alles wieder seinen Platz findet.

Die Fußmatten klopfen Sie draußen kräftig aus oder saugen sie separat ab. Gummimatten lassen sich einfach mit Wasser und etwas Spülmittel abschrubben und zum Trocknen aufhängen. Textilmatten brauchen etwas länger zum Durchtrocknen – planen Sie das ein, damit Sie sie nicht feucht wieder einlegen.

Staub und Oberflächen: Armaturen, Konsole und Türen

Für das Armaturenbrett und die Kunststoffverkleidungen genügt in der Regel ein leicht angefeuchtetes Mikrofasertuch. Wischen Sie ohne aggressive Reiniger, denn scharfe Mittel können Kunststoffe mit der Zeit ausbleichen oder spröde machen. Für schmale Lüftungsschlitze, Nähte und Knöpfe eignen sich ein weicher Pinsel, ein Wattestäbchen oder eine ausgediente Zahnbürste, mit denen Sie den Staub aus den Fugen herausholen.

Hartnäckige Fingerabdrücke auf glänzenden Bedienelementen und dem Touchscreen bekommen Sie mit einem nur ganz leicht feuchten Tuch weg – sprühen Sie Flüssigkeit nie direkt auf Displays oder Schalter, sondern immer erst aufs Tuch. Die Türinnenseiten, Griffe und Fensterheber sammeln ebenfalls viel Schmutz und werden oft vergessen.

Sitze und Polster gründlich säubern

Saugen Sie zuerst die gesamte Sitzfläche gründlich ab und arbeiten Sie sich dabei bewusst in die Ritzen zwischen Sitzfläche und Lehne vor – dort verstecken sich Krümel, Münzen und Sand. Eine schmale Fugendüse leistet hier gute Dienste.

Bei Stoffsitzen lassen sich Flecken mit etwas lauwarmem Wasser und einem milden Polsterreiniger behandeln. Tragen Sie das Mittel sparsam auf, arbeiten Sie es mit einer weichen Bürste ein und tupfen Sie den gelösten Schmutz mit einem sauberen Tuch ab. Wichtig ist, das Polster nicht zu stark zu durchnässen, sonst dauert das Trocknen lange und es kann muffig riechen. Ledersitze wischen Sie am besten nur mit einem feuchten Tuch ab und pflegen sie gelegentlich mit einem speziellen Ledermittel, damit das Material geschmeidig bleibt.

Scheiben und Spiegel streifenfrei putzen

Die Innenseiten der Scheiben beschlagen mit der Zeit durch einen feinen Film aus Staub und Ausdünstungen von Kunststoffen. Putzen Sie sie am besten an einem bewölkten Tag oder im Schatten, damit der Reiniger nicht sofort antrocknet und Schlieren hinterlässt. Ein Glasreiniger und zwei Mikrofasertücher – eines zum Reinigen, eines zum trockenen Nachpolieren – reichen völlig aus. Vergessen Sie die oft schwer erreichbare Kante der Frontscheibe unten am Armaturenbrett nicht.

Gerüche neutralisieren statt überdecken

Gegen unangenehme Gerüche hilft zuerst gründliches Lüften bei weit geöffneten Türen. Eine offene Schale mit Natron oder Kaffeepulver über Nacht im Innenraum kann Gerüche binden. Häufig sitzt die Ursache tiefer: alte Krümel unter den Sitzen, ein feuchter Fußraum oder ein verstopfter Innenraumfilter. Wenn es trotz Reinigung muffig bleibt, lohnt ein Blick auf den Pollenfilter, der sich bei vielen Modellen mit etwas Geschick selbst tauschen lässt.

Fazit

Ein sauberer Innenraum macht jede Fahrt angenehmer und schont langfristig die Materialien. Wer in der richtigen Reihenfolge arbeitet – erst ausräumen, dann Staub wischen, dann Polster und Scheiben – kommt mit Hausmitteln und wenig Aufwand zu einem überzeugenden Ergebnis. Eine kurze Reinigung alle paar Wochen und das regelmäßige Entfernen von Müll verhindern, dass sich Schmutz überhaupt erst festsetzt, und ersparen Ihnen den großen Frühjahrsputz im Auto.